Schwerpunkte

Im Laufe meines beruflichen Werdegangs habe ich mir speziell bei folgenden Krankheitsbildern Expertise erworben:

  • Stress- und Burnout-Syndrome
  • Depressionen
  • Anpassungsstörungen
  • Zwangsstörungen
  • Angststörungen
  • Tinnitus

Stress- und Burnout-Syndrome, Erschöpfungszustände

Die Bezeichnung Burnout bezeichnet einen Zustand des „Ausgebranntseins“. Kernmerkmal ist eine anhaltende emotionale Erschöpfung, die das Gefühl der Überforderung und des Ausgelaugtseins beinhaltet. Symptome sind Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Anspannungszustände, Unruhe, Schlafstörungen, aber auch körperliche Beschwerden wie Kopf- und Rückschmerzen und eine erhöhte Infektanfälligkeit. Häufig besteht eine Verminderung der Arbeitsleistung aufgrund von Konzentrationsstörungen und einer ausgeprägten Arbeitsunzufriedenheit. Die Beschwerden werden von den Betroffenen als Folge einer anhaltenden Arbeitsbelastung bzw. Arbeitsüberforderung angesehen. Ursachen der Arbeitsüberforderung umfassen sowohl arbeitsbezogene als auch individuelle Einflüsse: z.B. Arbeitsverdichtung, fehlende Anerkennung durch Vorgesetzte, Perfektionismus, überhöhte Leistungsansprüche, defizitäre Entspannungsfähigkeiten.

Typischerweise führen zunächst Arbeitsanforderungen zu vegetativen Stresssymptomen (z.B. Angespanntheit, Schlafstörungen, Erschöpfung). Halten diesen Symptome an und lassen sich nicht durch Erholungsphasen zurückbilden, tritt ein Zustand der andauernden Überforderung und schließlich ein Burnout-Zustand (chronifizierter Stress) ein. Ein bestehender Burnout ist ein Risikofaktor für psychische und somatische Folgekrankheiten (z.B. Depression, Angsterkrankungen, Tinnitus, Bluthochdruck). Da aber auch Burnout-ähnliche Beschwerden durch eine zugrunde liegende Erkrankung bedingt sein können, ist im Vorfeld eine genaue medizinische Diagnostik erforderlich. Solche Erkrankungen sind beispielsweise Multiple Sklerose, Schilddrüsenerkrankungen, Infektionskrankheiten, Krebs oder andere Tumorerkrankungen. In diesen Fällen muss die Grunderkrankung therapiert werden.

Depressionen

Depressive Störungen gehören neben Angststörungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Depressive Symptome sind in ihrem Erscheinungsbild sehr vielschichtig, so dass unterschiedliche Symptome im Vordergrund stehen können. Eine depressive Episode ist primär durch drei Kernmerkmale gekennzeichnet:

  • Gedrückte Stimmung
  • Interessen- und Freudverlust
  • Verminderung des Antriebs

Häufige weitere Symptome einer Depression sind: Ermüdbarkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, verminderter Selbstwert, Schuldgefühle, negative Zukunftsgedanken, Schlafstörungen, Störungen von Appetit und sexuellem Verlangen. Generell gilt, dass eine depressive Episode mindestens zwei Wochen andauert. Depressive Episoden werden je nach Anzahl der Symptome und der Alltagseinschränkungen in leichte, mittelgradige oder schwere Episoden unterteilt. Sind in der Vergangenheit bereits depressive Episoden aufgetreten, spricht man von einer sogenannten rezidivierenden depressiven Störung. Weiterhin unterscheidet man zwischen einer depressiven Störung und einer Dysthymia. Bei einer Dysthymia handelt es sich um eine chronische, mindestens zwei Jahre andauernde depressive Verstimmung, die jedoch nicht den Schweregrad einer akuten depressiven Episode erreicht. Eine Dysthymia und eine depressive Episode können gleichzeitig bestehen (sog. „Double Depression“).

Anpassungsstörungen

Anpassungsstörungen gehören zu den sogenannten belastungsreaktiven Störungen. Es wird angenommen, dass belastende Ereignisse oder Stressoren die entscheidenden Faktoren sind, die zu einer Ausbildung der psychischen Symptomen geführt haben. Belastende Lebensereignisse können z.B. Unfälle, schwerwiegende Erkrankungen, Verluste, aber auch eine Anhäufung von Stressoren (z.B. erhebliche partnerschaftliche Konflikte, andauernde Schwierigkeiten am Arbeitsplatz) sein. Die Beschwerden beginnen gewöhnlich innerhalb eines Monats nach Auftreten des Stressors und dauern nach Ende der Belastung oder der Belastungsfolgen in der Regel nicht länger als sechs Monate an. Typische Symptome einer Anpassungsstörung sind depressive Beschwerden, Ängste, Anspannung, Ärger, Gereiztheit, Sorgen. Die Intensität der genannten Symptome erreicht dabei aber nicht das Niveau einer spezifischeren Diagnose, wie z.B. einer depressiven Episode oder einer Angststörung.

Zwangsstörungen

Eine Zwangserkrankung ist in der Regel durch Zwangsgedanken und Zwangshandlungen gekennzeichnet. Zwangsgedanken sind aufdringliche, wiederkehrende Gedanken, die dem Betroffenen fremd, sinnlos oder auch abstoßend (z.B. „ich könnte den Herd nicht ausgemacht haben und dadurch einen Brand verursacht haben“) erscheinen. Diese Gedanken lösen starke Gefühle, wie z.B. Angst oder Ekel aus und können nicht beiseitegeschoben werden. Zwangshandlungen dagegen sind sinnlose oder übertriebene Verhaltensweisen, zu denen man sich gedrängt fühlt (z.B. „Kontrolle des Herds“). Zwangsgedanken dienen häufig der Regulation der unangenehmen Gefühle, die durch Zwangsgedanken ausgelöst werden. Im weiteren Verlauf entwickelt sich in der Regel auch ein Vermeidungsverhalten. Situationen, die Zwangshandlungen auslösen, werden vermieden (z.B. „kein Benutzen elektrischer Geräte“). Typische Zwänge sind: Wasch- und Kontrollzwänge, Ordnungszwänge, aber auch aggressive Zwangsgedanken (z.B. „jemanden zu verletzen“) oder sexuelle Zwangsgedanken (z.B. „jemanden unsittlich berühren“). Zwangserkrankungen können zu erheblichen Einschränkungen im Beruf und in der Freizeit führen.

Angststörungen

Hintergrundinformationen folgen in Kürze.

Tinnitus

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